Gedanken-Gefühle-Empfindungen
zeichne! schreibe! male!

„Verschiedenheit der Anschauungen, die man etwa von einem Apfel haben kann: die Anschauung des kleinen Jungen, der den Hals strecken muss, um noch knapp den Apfel auf der Tischplatte zu sehn, und die Anschauung des Hausherren, der den Apfel nimmt und frei dem Tischgenossen reicht. “
Eine Unterhaltung mit Matisse
“Aber was genau ist ihre Kunsttheorie?” beharrte ich. “Nun, nehmen sie diesen Tisch, beispielsweise”, sagte er und zeigte auf einen in der Nähe stehenden, auf dem ein Topf Kapuzinerkresse stand. “Ich male nicht tatsächlich diesen Tisch, sondern das Gefühl, das er in mir erweckt.”
Clara T. MacChesney, The New York Times Magazine, 9.März 1913
Franz Kafka
“ Wie gefällt Dir mein Zeichnen? Du, ich war einmal ein großer Zeichner, nur habe ich dann bei einer schlechten Malerin schulmäßiges Zeichnen zu lernen angefangen und mein ganzes Talent verdorben. Denk nur! Aber warte, ich werde Dir nächstens paar alte Zeichnungen schicken, damit du etwas zum Lachen hast. Jene Zeichnungen haben mich zu seiner Zeit, es ist schon Jahre her, mehr befriedigt, als irgendetwas.”
Franz Kafka: Briefe 1913-1914, hg. Hans-Gerd Koch, Frankfurt a.M. 1999, S.87
Krickelkrakel
aufbewahren, wiederfinden, staunen